Skip to content

Projekt

Das Projekt war bis Dezember 2011 eine Initiative des Landesjugendpfarramtes der Ev. Landeskirche Sachsen und wurde vom Programm Weltoffenes Sachsen gefördert. Nach der Einführung der Extremismusklausel und der massiven Verschlechterung der Förderbedingungen entschieden wir uns im Sommer 2011 nach Jahren erfolgreicher Arbeit keine weiteren Förderanträge mehr zu stellen. Wir hielten es für unmöglich, unter diesen Bedingungen authentisch und professionell weiter zu arbeiten. Seit Beginn 2012 engagieren sich ehemalige Mitarbeiter_innen, bieten ehrenamtlich Bidlungsveranstaltungen an und pflegen diesen Blog.

9.11. in Torgau: Zwischen Anpassung und Widerstand – Jugendverbände im Nationalsozialismus Leipziger Meuten und Christliche Pfadfinderschaft

November 1, 2012

Lesung am Freitag, 9.11., 18:30 Uhr im Ev. Jugendbildungszentrum wintergrüne, Torgau

Leipzig gehörte zu einem der Zentren jugendlicher Opposition gegen den Nationalsozialismus. Bis zu 1.500 Mädchen und Jungen trafen sich ab Mitte der dreißiger Jahre im Leipziger Stadtgebiet in Cliquen jenseits der Hitlerjugend. Die widerständigen Jugendlichen kamen ebenso aus der bündischen Jugend wie aus dem linkssozialistischen Milieu der Weimarer Zeit. Man ging Wandern und auf Fahrt (z.B. zu den Lübschützer Teichen), verteilte Streuzettel, hörte verbotene Musik oder diskutierte über ein Deutschland ohne Nazis.

Im Vortrag wird auf die allgemeine Situation der Jugendverbände um 1933, auf die widerständigen Gruppen der Leipziger Meuten aber auch auf die Rolle der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands in dieser Zeit eingegangen werden.

In dem Anfang 2012 erschienenen Buch „Die Leipziger Meuten – Jugendopposition im Nationalsozialismus“ sind vom Herausgeber Sascha Lange gesammelte Dokumente zu finden. Dazu gehören Erinnerungsberichte, Auszüge aus Prozessakten, begleitende Texte sowie bislang unveröffentlichte Fotos von Meutenmitgliedern.

Sascha Lange hat zu den Leipziger Meuten promoviert und arbeitet als freier Autor und Historiker.

Die Veranstaltung wird durchgeführt vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Sachsen in Zusammenarbeit mit Bündnis Demokratie Torgau und wintergruene und findet statt im Rahmen des Projektes „Pfad finden-für Vielfalt in Jugendkultur“.

Gefördert vom Bundesministerium des Innern im Rahmen des Förderprogrammes „Zusammenhalt durch Teilhabe“.

Workshop „Barrierefreie Öffentlichkeitsarbeit“ des VCP Sachsen e.V.

Mai 21, 2012

…in Kooperation mit dem Antidiskrimnierungsbüro Sachsen e.V. und dem Interkulturellen Konversationscafé Leipzig.

Zeit: Samstag 2.6.2012 10:00-16:30 Uhr

Ort: Leipzig, Interkulturelles Konversationscafé, Emilienstraße 5

Leitung: Expertinnen des Antidiskriminierungbüros Sachsen e.V.

Kosten: 5 Euro

Barrierefreiheit heißt, dass alle Menschen ungeachtet ihrer Fähigkeiten und Unterstützungsbedürfnisse ohne Einschränkung und selbstständig an allen Bereichen des Lebens teilhaben können. Dieser hohe Anspruch setzt ein sensibles Um- und Mitdenken verschiedener Bedürfnisse voraus. Barrierefreiheit erfordert aber auch konkrete  Veränderungen in der Gestaltung der eigenen Angebote, z.B. bei der Webseitengestaltung, der Veranstaltungsorganisation oder bei Druckmaterialien.

 Dabei zielt Barrierefreiheit nicht nur auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, sondern auch nicht-deutsch MuttersprachlerInnen, ältere Menschen oder allgemein schwer zu erreichende Zielgruppen. Denn Barrierefreiheit bedeutet Komfort und leichten Zugang für alle.

Im Workshop wollen wir die Grundlagen zur Barrierefreiheit  für die Arbeit auch von kleineren Vereinen, Initiativen und zivilgesellschaftlichen Organisationen  vermitteln. Die wichtigsten Eckpunkte dazu werden vorgestellt und gemeinsam diskutiert, die Teilnehmenden erhalten Checklisten und best-practise-Beispiele.

 Themen sind:

  • Was heißt Barrierefreiheit? Welche Ziele verfolgt Barrierefreiheit, welche Zielgruppen sollen erreicht werden, welche Bereiche können barrierefrei gestaltet sein?
  • barrierefreie Webseiten und elektronische Dokumente
  • Veranstaltungen barrieresensibel organisieren
  • Barrierefreies Informationsmaterial gestalten
  • Barrierearm formulieren – Leichte Sprache

 

Das Seminar findet statt im Rahmen des Projektes „Pfad finden – für Vielfalt in Jugendkultur“ des VCP Sachsen e.V. und wird gefördert vom Bundsministerium des Innern im Rahmen des Programms „Zusammenhalt durch Teilhabe“.

Ausstellungswochen „Rechts rockt Sachsen“ in Torgau

März 7, 2012

Am 20. April 2012 beginnen im Evangelischen Jugendbildungsprojekt in Torgau die Ausstellungswochen „Rechts rockt Sachsen“. Auf 24 Tafeln wird informiert über Rechte Musik, Szeneläden, Kleidung und deren Bedeutung für den Zusammenhalt der Szene.

Die Ausstellung wird flankiert von einem Begleitprogramm. Am 25.4. spricht die Journalistin und Autorin Andrea Röpke in der Torgauer Stadtbibliothek über Frauen in Neonaziszene, am 10.5. informiert der Experte Danilo Starosta über Erfahrungen im Umgang mit rechten Jugendlichen in der Erziehungsarbeit. Zudem besteht für Gruppen von Jugendlichen und Erwachsenen sowie Schulklassen die Möglichkeit, Workshops zum Thema Rechte Subkulturen besuchen. Hiefür können die interessierten Gruppen Zeitrahmen, Termin und thematische Schwerpunkt in Absprache mit den Veranstaltenden selbst bestimmen. Weitere Informationen sind dem Flyer zu entnehmen.

Download: PROGRAMM RechtsRocktSachsen

Die Ausstellungswochen werden organisiert vom Bündnis Demokratie Torgau und dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Sachsen e.V./ Projekt „Pfad finden – für Vielfalt in Jugendkultur“ unter Beteiligung des Alternativen Kultur- und Bildungszentrums Pirna e.V. und dem Antifaschistischen Archiv & Informationsbüro Dresden. Das Projekt „Pfad finden“ wird gefördert vom Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogrammes „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und unterstützt vom Landesjugendpfarramt der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.

Pressemitteilung: Politiker, Bischöfe, Theologen und kirchlich Engagierte rufen zur Beteiligung an Blockaden gegen Neonaziaufmärsche in Dresden auf

Januar 30, 2012

Berlin, den 26.1.2012

Unter dem Motto „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Kein Naziaufmarsch, nirgendwo“ ruft ein breites Bündnis von mehr als 50 PolitikerInnen, BischöfInnen, PfarrerInnen, TheologInnen, EKD-Synodalen und kirchlich Engagierten zu einer Teilnahme an den Protesten gegen den Neonaziaufmarsch im Februar 2012 in Dresden auf. Zu den ErstunterzeichnerInnen des Aufrufs gehören u.a. die Bundestagsvizepräsidenten Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen) und Wolfgang Thierse (SPD), die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, Ilse Junkermann, der Hannoveraner Landesbischof Ralf Meister sowie Oberkirchenrat Christhard Wagner aus Thüringen und Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).

In dem Aufruf der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR) zu einem christlichen Blockadepunkt im Kontext der Proteste gegen die für den 13. und 18. Februar 2012 in Dresden geplanten Neonaziaufmärsche heißt es u.a.: „Gerade als Christinnen und Christen sind wir aufgefordert uns der menschenverachtenden und menschenfeindlichen Ideologie der Neonazis massiv entgegenzustellen. Wir laden alle Menschen ein, sich am 13./18. Februar 2012 unter dem Motto „Nächstenliebe verlangt Klarheit – Keine Naziaufmärsche, nirgendwo“ an unserem christlichen Blockadepunkt zu beteiligen.“

„Weil wir als Christen und Christinnen das Recht auf freie Meinungsäußerung als hohes Gut schätzen, müssen wir uns denen entschlossen entgegenstellen, die die unveräußerlichen Menschenrechte mit Füßen treten und die Demokratie beseitigen wollen,“ sagt Christian Staffa, Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAGKR). „Von den Kriminalisierungsversuchen zivilen Ungehorsams durch Teile der Politik und Behörden lassen wir uns nicht irritieren. Gewaltfreie Blockaden sind eine Gewissensentscheidung und gehören zum Grundrecht auf freie Meinungsäußerung.“

Der Aufruf kann online unter www.asf-ev.de oder www.bagkr.de unterzeichnet werden.

Für Rückfragen und weitere Informationen:

Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus

c/o Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.

Telefon: 030-28395-184

E-Mail: post@bagkr.de

„Energisch widerstehen!“

Januar 30, 2012

Pressemitteilung: EKD-Ratsvorsitzender besorgt über rechtsextreme Gewalt

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, hat am heutigen „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ seiner großen Besorgnis anlässlich rechtsextremer Gewalt und rechtsextremen Gedankengutes in Deutschland Ausdruck verliehen.

„Die Aufdeckung der Mordtaten der neonazistischen Terrorgruppe NSU und die Tatsache, dass die Gruppe einen großen Kreis von Unterstützerinnen und Unterstützern hatte, sind ein Warnsignal, das nicht übersehen werden darf“, sagte Schneider heute am Rande der Sitzung des Rates der EKD in Hofgeismar.

Der Ratsvorsitzende beklagte, dass neonazistisches Gedankengut in der Gesellschaft verbreitet sei. Dieser Entwicklung gelte es auf allen Ebenen energisch zu widerstehen. In diesem Zusammenhang lobte Schneider die Arbeit der „Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus“, der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und vieler anderer Gruppen. Schneider: „Ich danke allen Personen, Gemeinden und Initiativen, die an vielen Orten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Rechtsextremismus leisten.“ Schneider kritisierte in diesem Zusammenhang, dass die Bundesregierung weiterhin an der so genannten „Extremismusklausel“ festhalten wolle: „Diese Auflage für Gruppen und Initiativen gegenüber dem Bundesfamilienministerium ist absolut kontraproduktiv im Kampf gegen Rechts.“

Der Ratsvorsitzende räumte ein, dass rechtes Gedankengut auch in Kirchengemeinden zu finden sei. Diesem müsse mit Entschiedenheit entgegengetreten werden. „Evangelische Christinnen und Christen müssen deutlich und unmissverständlich Zeugnis vom Evangelium Jesu Christi ablegen: Alle Menschen sind gleichwertige Geschöpfe Gottes. Christliche Nächstenliebe verlangt, mit Klarheit gegenüber rechtsextremistischen Haltungen jeder Art einzutreten“, so Schneider.

Hofgeismar/Hannover, 27. Januar 2012

Pressestelle der EKD

Reinhard Mawick

 

Für Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe – Bunt unterwegs

Januar 29, 2012

Kirchliche Aktionen am 18. Februar 2012 in Dresden

Banner

Machen Sie sich am 18. Februar auf zu einem fröhlichen, trotzdem festen Zusammenstehen gegen die menschenfeindlichen Parolen rechtsextremer Kräfte. Gehen Sie auf die Straßen, besetzen Sie Räume, kommen Sie in unsere Kirchen.

Mahnwachen von 11 bis 17 Uhr

Kathedrale, Schlossplatz
Frauenkirche, Neumarkt
St. Paulus, Bernhardstr. 42

Friedensgebete 10 Uhr

St. Markuskirche, Markusplatz;
Martin-Luther-Kirche, Martin- Luther-Platz,
Zionskirche, Augsburger Str. 59
Lukaskirche, Lukasplatz,
Friedenskirche, Wernerstraße 32

Bittgänge für den Frieden
„Bunt bewegt“ – Kultur für Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe, 11:30 Uhr bis 13 Uhr
von den oben genannten Kirchen im Anschluss an die Friedensgebete zur Kreuzkirche und Dreikönigskirche.

in der Dreikönigskirche, Hauptstraße 23
(u. a. mit der Band Wunderbundt, Puppenspieler Volkmar Funke, Christoph Kuhn, Norbert Arendt, Künstler vom Dresdner Tanznetz)

und in der Kreuzkirche, Altmarkt
(u. a. mit Sebastian Krumbiegel, Gunther Emmerlich, Wilfried Schulz/Staatsschauspiel Dresden, Musiker der Philharmonie und der Staatskapelle).

zentrale Kundgebung auf dem Schlossplatz, 13 Uhr

Ausklang und Gesprächsmöglichkeit in der Frauenkirche, ab 17 Uhr

Weitere Informationen: www.kirche-dresden.de

VERNETZT für eine STARKE DEMOKRATIE

Januar 5, 2012

EINLADUNG zum Fachtag

NÄCHSTENLIEBE – POLIZEI – GESELLSCHAFT
01. Februar 2012

Einladung

INFO und ANMELDUNG

Unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich, treffen sich bereits zum dritten mal Angehörige der Polizei, verantwortliche Haupt- und Ehrenamtliche aus den Kirchen in Sachsen, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeitende der Jugendarbeit und Mitglieder zivilgesellschaftlicher Gruppen und Initiativen zum Austausch, wie dem erstarkenden Rechtsextremismus in Sachsen gemeinsam begegnet werden kann.
Die akute Gefahr des Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus ist wohl nun jedem Menschen in diesem Land offenbar geworden. Es zeigt sich deutlicher denn je, welche überragende Bedeutung Informationen zum Thema und das  gegenseitige Wahrnehmen und Kennenlernen der Verantwortlichen und Mitarbeitenden unterschiedlicher Bereiche und Arbeitszusammenhänge über Partei- und Konfessionsgrenzen hinweg haben.

Ein Hauptvortrag zum Thema, zehn Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen mit vielen Diskussionsmöglichkeiten und Pausengespräche sollen dazu beitragen.
Den Veranstaltenden liegt daran, dass der Tag besonders für Ihre Arbeit in der Region einen Nutzen bringt, dass sich neue Verbindungen/Vernetzungen ergeben und wir einander stärken für die Demokratie und gegen die rechte Gefahr!

Sie sind herzlich zu diesem Fachtag eingeladen!

KH Maischner, Leiter der AG Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus für die Vorbereitungsgruppe.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.